NEWS

Mitgliederversammlung stellt Weichen für die Zukunft

Der Kurs für die kommenden Jahre ist gesetzt: Die Mitgliederversammlung der FTSV Komet Blankenese von 1907 hat zentrale Strukturentscheidungen getroffen, den Vorstand entlastet und ein neues Präsidium gewählt. Trotz spürbarer Herausforderungen blickt der Verein damit geordnet nach.

Die ordentliche Mitgliederversammlung fand am 27. April 2026 im Clubhaus des Vereins statt. Vorstandsvorsitzender Christoph Albrecht eröffnete die Versammlung pünktlich um 20 Uhr und stellte die form- und fristgerechte Einberufung sowie die Beschlussfähigkeit fest. Insgesamt waren 47 stimmberechtigte Teilnehmer anwesend.

Im Mittelpunkt des Abends stand zunächst der Rechenschaftsbericht des Vorstands. Dabei wurde deutlich: Komet Blankenese steht vor erheblichen Herausforderungen. Besonders der Mitgliederrückgang beim Turnen belastet den Verein. Innerhalb der vergangenen fünf Jahre gingen rund 750 Mitglieder gegenüber dem Höchststand vor der Corona-Pandemie verloren. Dieser Rückgang wirkt sich nicht nur sportlich, sondern auch finanziell aus.

Der Vorstand machte deutlich, dass die fehlenden Beiträge spürbare Lücken reißen. Bei 600 fehlenden Mitgliedern fehlen dem Hauptverein allein durch ausbleibende Grundbeiträge rechnerisch rund 72.000 Euro pro Jahr. Hinzu kommen weitere Ausfälle bei Abteilungsbeiträgen, besonders im Turnbereich. Gleichzeitig ist dort die ehrenamtliche Abteilungsleitung zurückgetreten, auch zwei hauptamtliche Verwaltungskräfte haben gekündigt. Der Vorstand rief deshalb die Mitglieder ausdrücklich dazu auf, sich ehrenamtlich einzubringen.

Finanziell bleibt die Lage angespannt. Der Jahresabschluss 2025 wurde ausführlich erläutert, ebenso Vermögenslage, Rücklagen und Haushaltsplan 2026. Die Revisoren bestätigten eine ordnungsgemäße Prüfung ohne Beanstandung und lobten die Übersichtlichkeit der Finanzbuchhaltung. Auf ihren Antrag hin wurde der Vorstand einstimmig bei zwei Enthaltungen entlastet.

Ein wichtiger Schritt war die beschlossene Satzungsänderung. Sie soll die Vereinsorgane straffen, Zuständigkeiten klarer regeln und mit dem Präsidium ein ehrenamtliches Aufsichtsorgan schaffen. Gleichzeitig wird der Vorstand künftig als bestelltes Ausführungsorgan verstanden, der den Verein schlagkräftig nach vorn bringen soll. Sowohl die neue Satzung als auch die Änderung der Rechtsordnung wurden jeweils einstimmig beschlossen.

Auch über einen Antrag zur Entwicklung der Sportanlagen wurde beraten. Ein Antrag aus der Mitgliederschaft wurde nach Diskussion zunächst abgelehnt. Dabei ging es unter anderem um einen möglichen zusätzlichen Kunstrasenplatz. Die Fußballabteilungsleitung stellte klar, dass ein solcher Platz nach Schätzung eines Fachbetriebs rund 800.000 bis 900.000 Euro kosten könnte. Der Vorstand betonte zugleich, dass er die Fußballabteilung bei weiteren Gesprächen, unter anderem mit der Ingeborg-Gross-Stiftung, unterstützen wolle.

Mit der neuen Satzung wurde auch ein neues Präsidium gewählt. Christoph Albrecht wurde zum Präsidenten gewählt. Weitere Mitglieder des Präsidiums sind Jens Bulnheim, Kim-Sophie Sperling, Thomas Stankiewicz und Jochen Grote. Alle Kandidaten wurden nahezu einstimmig gewählt und nahmen ihre Wahl an.

Zum Abschluss würdigte Jochen Grote, seit mehr als 40 Jahren ehrenamtlich im Verein aktiv, die Arbeit des scheidenden Vorstands. Er dankte für die Vorbereitung der Versammlung, das Engagement der vergangenen Jahre und wichtige Weichenstellungen für den Verein. Gleichzeitig mahnte auch er das nachlassende ehrenamtliche Engagement an.

Christoph Albrecht bedankte sich für das Vertrauen der Mitglieder und rief zum Abschluss dazu auf, im Sinne des Breitensports und des Vereins auch die Olympiabewerbung der Stadt Hamburg zu unterstützen. Um 22.30 Uhr wurde die Versammlung geschlossen.

2026-0427 Protokoll MV2026